Enquete am 10. & 11. Dezember 2001

Für die Neurologie hat die Entwicklung der Medizin in den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts derart viele neue Erkenntnisse gebracht, dass nicht nur Lehrbücher teilweise neu geschrieben und althergebrachte Lehrsätze verworfen werden müssen. Es hat sich auch die Einschätzung mancher neurologischer Krankheiten und Krankheitsbilder verändert. Dazu gehört auch das Krankheitsbild des apallischen Syndroms.

Zum Zeitpunkt seiner Erstbeschreibung durch Kretschmer bis in die 60er Jahre noch eine eher "exotische" Diagnose, wurde der Begriff  "apallisches Syndrom" in den folgenden Jahrzehnten zunehmend häufiger und leider allzu oft auch unberechtigt verwendet, um lang andauernde Zustände von schweren Bewusstseinsstörungen - gleichgültig welcher Ursache - zu bezeichnen.

Die Zahl jener Patienten, die aufgrund verschiedenster Ursachen für lange Zeit tatsächlich oder auch nur scheinbar ohne Bewusstsein sind, hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Bis vor kurzem standen Arzt und Gesellschaft solchen Patienten eher ratlos gegenüber, zeigten deutlich Unbehagen und reagierten nach dem Motto "aus den Augen, aus dem Sinn" im wahrsten Sinn des Wortes mit Verdrängung.

Wenn gesellschaftlicher Konsens über eine moralische Verpflichtung besteht, Leben zu retten, ist es nur logisch zu folgern, dass die gleiche Verpflichtung auch dafür besteht, Leben und Lebensqualität zu erhalten:

Menschen mit langdauernden Bewusstseinsstörungen sind keine "Pflegefälle",
sondern brauchen LANGZEIT-FÖRDERPFLEGE.

Die Bereichsleitung der für Gesundheitsplanung und Finanzmanagement lädt zur Enquete

"VOM WIEDER-ERWACHEN ZUM WIEDER-ERLEBEN"
Komarehabilitation und das "apallische Syndrom"
Der langdauernd bewusstlose Patient als Herausforderung für Medizin und Gesellschaft

10. und 11. Dezember 2001
09:00 - 16:00 Uhr
im Wiener Rathaus, Wappensaal

Wissenschaftliche Leitung
Univ.Prof. Dr. Ernst BERGER
Neuropsychiatrische Abteilung für Kinder und Jugendliche mit Behindertenzentrum, Neurologisches Krankenhaus Rosenhügel
Riedelgasse 5, 1130 Wien
Tel: +43/1/88000/321, Fax: +43/1/88000/360
e-mail: ernst.berger@nkr.magwien.gv.at
Univ.Prof. Dr. Heinrich BINDER
Neurologisches Zentrum - SMZ Baumgartner Höhe - Otto Wagner Spital (Maria Theresien Schlössel)
Hofzeile 18 - 20, 1190 Wien
Tel: +43/1/368 34 55/220, Fax: +43/1/368 34 55/19
e-mail: mtsbih@mts.magwien.gv.at

 

Veranstalter
Bereichsleitung für Gesundheitsplanung und Finanzmanagement
Geschäftsgruppe Gesundheits- und Spitalswesen
Schottenring 24, 1013 Wien
BL DI Dr. Hannes Schmidl
Dr. Susanne Herbek
Dr. Karin Mosser
Mag. Thomas Winkler
Monika Meneder
Allgemeine Tel.nr. +43/1/53114/76150, allgemeine Fax.nr. +43/53114/9976150

 

Anmeldung
Frau Graf
Tel. 01/319 82 00, Fax. 01/319 82 00/82
e-mail: office@wien-event.at

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