PROGRAMM - 10 Jahre Klinische Abteilung Neurologische Rehabilitation

Österreichische Gesellschaft für Neurorehabilitation

Vorstand

Präsident:                   Univ. Prof. Dr. Eduard Auff
Vizepräsident:             Prim. Univ. Doz. Dr. Leopold Saltuari
Sekretär:                     Prim. Dr. Manfred Freimüller
Sekretär-Stv.:              Prim. Univ. Prof. Dr. Heinrich Binder
Kassier:                      Prim. Univ. Prof. Dr. Walter Oder
Kassier-Stv.:               Prim. Dr. Hans Werner Wege

 
Wissenschaftlicher Beirat

Vorsitzender:              Univ. Prof. Dr. Werner Poewe
Stv. Vorsitzender:       Prim. Univ. Prof. Dr. Gunther Ladurner

 
Lokales Organisationskomitee

Univ. Prof. Dr. Eduard Auff
ao. Univ. Prof. Dr. Peter Schnider
ao. Univ. Prof. Dr. Christian Müller
ao. Univ. Prof. Dr. Karl Vass
OA Dr. Christiane Mascha Schmied

 
Korrespondenz und Anfragen an: 

Klinische Abteilung Neurologische Rehabilitation
Universitätsklinik für Neurologie
Sekretariat: Frau Ingrid Schermann
1090 Wien, Währinger Gürtel 18-20
Telefon +43 1 40400 3120
Telefax +43 1 40400 6215
e-mail: eduard.auff@univie.ac.at


Grußworte


Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege!
Sehr geehrte Damen und Herren! 

Ich freue mich sehr, Sie zur Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Neurorehabilitation in Wien begrüßen zu dürfen.

Diese wissenschaftliche Jahrestagung findet auch anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Errichtung und Inbetriebnahme der Klinischen Abteilung Neurologische Rehabilitation der Universitätsklinik für Neurologie in Wien statt. Durch die Errichtung dieser Abteilung an einem großen Universitäts-klinikum wurde der neurologischen Rehabilitation neben den Aspekten der Krankenversorgung und Forschung auch in der Lehre ein wichtiger Stellenwert eingeräumt. Der – wie ich denke – berechtigte Stolz über die Leistungen der Abteilung in den letzten zehn Jahren findet seinen Niederschlag nicht zuletzt im Programm der Tagung. Gleichzeitig wollen wir mit dem gewählten Generalthema unseren kritischen Blick auf Methoden und Ergebnisse der Neurorehabilitation werfen. Die Hauptreferate werden sich mit der Frage „Was ist gesichert ...“ in den verschiedenen Bereichen der neurologischen Rehabilitation auseinandersetzen. Weiters präsentieren viele österreichische Arbeitsgruppen ihre aktuellen Forschungsergebnisse. In einem Workshop soll der Stellenwert der Botulinumtoxinbehandlung in einem integrierten Gesamt-konzept der Neurorehabilitation beleuchtet werden. Abgerundet wird das Programm durch zwei „Praxis-Seminare“, in denen sämtlichen Mitarbeitern im Neurorehab-Team die Möglichkeit geboten werden soll, moderne Konzepte bei wichtigen neurologischen Krankheitsbildern möglichst praxisnahe kennenzu-lernen.

Ich hoffe, dass das Programm auch Ihr Interesse weckt und freue mich auf rege Teilnahme an dieser Tagung.

Auf baldiges Wiedersehen in Wien

Univ. Prof. Dr. Eduard Auff


Programm: Donnerstag, 15.11.2001

Praxis-Seminar 1: „Neurorehabilitation bei der Parkinson-Erkrankung“
 
17.00 – 21.00 Uhr 

E. Auff (Wien):
Grundlagen der medikamentösen Behandlung des Morbus Parkinson

A. Doppelbauer (Oberwart):
Neurophysiologische Grundlagen der Bewegungsstörung bei Morbus Parkinson

H. Puhr (Wien):
Pflegerische Aspekte

H. Grill (Wien):
Physiotherapeutische Konzepte und praktische Anwendung bei der Parkinson-Erkrankung

M. Rappelsberger (Wien):
Hilfsmittelauswahl und Hilfsmitteleinsatz bei der Parkinson-Erkrankung

I. Busslinger (Wien):
Logopädische Behandlung des Parkinson-Dysarthrie-Syndroms

 
Praxis-Seminar 2: „Apallisches Syndrom“
 
17.00 – 21.00 Uhr 

P. Schnider (Wien):
Pathophysiologische Grundlagen und klinische Aspekte

M. Marosi (Hochzirl):
Technische Zusatzuntersuchungen und prognostische Wertigkeit

H. Plöderl (Wien):
Pflegerische Aspekte

M. Essmeister (Wien):
Physiotherapeutische Konzepte und praktische Anwendung bei apallischen Patienten

C. Müller (Wien):
Angehörige und Rehabilitationsteam

N. Steinhoff (Wien):
Möglichkeiten der Telemedizin bei der Betreuung von apallischen Patienten


Programm: Freitag, 16.11.2001

Wissenschaftliches Programm 
 
9.00 – 10.30 Uhr 

J. Kesselring (Bad Ragaz/CH)
Was ist gesichert in der Neurorehabilitation der Multiplen Sklerose

E. Auff (Wien)
Was ist gesichert in der Neurorehabilitation des Schlaganfalls

10.30 – 11.00 Uhr Kaffeepause

11.00 – 12.30 Uhr

J. Spatt (Wien)
Was ist gesichert in der neuropsychologischen Rehabilitation 

L. Saltuari (Hochzirl)
Was ist gesichert in der motorischen Rehabilitation 
 
W. Oder (Wien)
Was ist gesichert in der Neurorehabilitation des Schädel-Hirn-Traumas

12.30 – 14.00 Uhr Mittagspause
(in der Mittagspause Vorstandssitzung ÖGNR bzw. erweiterte Vorstandssitzung 
mit Teilnahme der Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats)

14.00 – 15.00 Uhr

Posterpräsentationen
 
15.00 – 16.30 Uhr

W. Poewe (Innsbruck):
Was ist gesichert in der Neurorehabilitation von Bewegungsstörungen (Parkinson, Dystonie etc.)

Ch. Müller (Wien):
Was ist gesichert in der Neurorehabilitation des Schwindels

U. Zifko (Bad Pirawarth):
Was ist gesichert in der Neurorehabilitation neuromuskulärer Erkrankungen

16.30 – 17.00 Uhr Kaffeepause

17.00 – 19.00 Uhr

Freie Vorträge

E. Fertl (Waidhofen/Ybbs):
Praxis der Rollstuhlversorgung beim Schlaganfallpatienten

A. Haymerle, W. Oder (Wien):
Heterotope Ossifikationen als besondere Herausforderung in der neurologischen Rehabilitation nach Schädel-Hirn Trauma

B. Voller, G. Kranz, E. Auff, W. Mayr, H. Grill, M. Essmeister, P. Schnider (Wien): 
Auswirkungen des asymmetrischen tonischen Nackenreflexes (ATNR) auf die Handextension

G. Kranz, P. Schnider, R. Alexandrowicz, E. Auff (Wien):
Der Einfluß von drei gleichzeitig applizierten Fazilitationstechniken auf die Handextension bei 28 gesunden Probanden 

M. M. Pinter,  M. R. Dimitrijevic (Wien):
Kontinuierliche Rückenmarkstimulation der dorsalen lumbalen Rückenmarksegmente: 
eine Therapiemodalität zur Kontrolle der Spastizität

A. Ergun, A. Haymerle, W. Oder (Wien):
Redressierende Gipsbehandlung bei Spastik – Verträglichkeit und Gefahren

K. Fheodoroff, H. Kattner, M. Freimüller (Hermagor):
Prospektive Analyse der Gangverbesserung durch motorische Ersatzoperation bei chronischer Hemiparese.

M. Murg, E. Gebharter, W. Oder (Wien):
Maltherapeutische Aspekte in der neuropsychologischen Rehabilitation visueller Wahrnehmungsstörungen

Ch. Stepan, H. Binder (Wien):
Die Problematik der klinischen Verlaufsbeurteilung von Patienten mit Apallischem Syndrom
anhand von Rehabilitationsskalen

C. Haider, P. Sattlegger, S. Fischereder, M. Freiberger (Grossgmain):
Schwere neurogene Dysphagie nach Sepsis/ Schock ohne MRI- nachweisbare  ZNS-Läsion: 2 Fallberichte
 

Programm: Samstag, 17.11.2001

9.00 – 10.30 Uhr
 
„Botulinumtoxinbehandlung im integrierten Gesamtkonzept der Neurorehabilitation“ 
 
M. Essmeister (Wien):
Physiotherapeutische Behandlungskonzepte bei der fokalen Spastizität
 
D. Richardson (London/GB):
The role of Botulinum Toxin in the treatment of focal spasticity: the physiotherapeutic view
 
J. Wissel (Berlin/D)
Botulinumtoxin in der Behandlung der infantilen Zerebralparese (CP)

J. Müller (Innsbruck)
Botulinumtoxintherapie und Spastik-assoziierter Schmerz

10.30 – 11.00 Uhr Kaffeepause

11.00 – 12.30 Uhr

Round table Diskussion:    Praxis der Neurorehabilitation in Österreich
Wer? Wie? Wie oft? Wie lange? 
 
Impulsreferate 
 
M. Freimüller (Hermagor)
Ambulante und teilstationäre Neurorehabilitation

G. Schnaberth (Wien)
Erfordernisse für die stationäre Neurorehabilitation

G. Ladurner (Salzburg)
Neurorehabilitation versus Neurogeriatrie?

H. Binder (Wien)
Neurorehabilitation beim apallischen Syndrom
 
H. Wege (Graz)
Neurorehabilitation und Multimorbidität


Posterbeiträge

(P1)         M. Aimet, G. Mucha, R. Spiesberger, S. Kotzian, J. Brandl, M. Rupp, U. Zifko (Bad Pirawarth):
Auswirkungen eines einseitigen Krafttrainings mit der paretischen Seite auf das Kraftniveau nach Insult

(P2)         M. Czarnecki, St. Haaser, M. Mayr, D. Proeckl, M. Jeschow, K. Berek (Kufstein):
Seltenes Fallbeispiel einer Arteria carotis interna Agenesie

(P3)         G. Dirnberger, C. E. Kunaver, T. Scholze, G. Lindinger, W. Lang (Wien):
Effects of alteration of effector and side of movement on movement-related cortical potentials. 

(P4)         J. Donis, E. Purth, C. Lausssegger, M. Letz, M. Klug, E. Müllauer, A. Ruhland, A. Miklau (Wien):
Geriatrische Neurorehabilitation an der Neurologischen Abteilung im Geriatriezentrum am Wienerwald:  Struktur – Prozesse – Ergebnisse

(P5)         P. Grieshofer (Bad Radkersburg):
Forced Use Therapie in der Rehabilitation von Kindern eine weiterer Therapieansatz in der Rehabilitation der oberen Extremität. 

(P6)         C. Haider, J. Längle, M. R. Talebzadeh, A. Gassner (Grossgmain):
Verteilungsmuster der häufigsten Risikofaktoren bei cerebrovaskulärem Insult

(P7)         A. Herrmann, S. Weidegger, P. Mitterhauser, K. Rauch, M. Brainin (Maria Gugging):
Aufbau einer neuropsychologischen Tagesklinik am Donauklinikum Gugging 

(P8)         D. Holzinger, J. Fellinger (Linz):
Gebärdensprache in der neurologischen Rehabilitation zentraler Hörstörungen anhand von Fallstudien 

(P9)         C. Mildner, P. Schnider, R. Jagsch, B. Voller, I. Kryspin-Exner, E. Auff (Wien):
Untersuchung der Lebensqualität bei Patienten mit zervikaler Dystonie 

(P10)     M. Murg, R. Simon, A.M. Auer Pekarsky, W. Oder (Wien):
Medical treatment with modafinil against fatigue and inattention symptoms after severe traumatic brain injury

(P11)     G. Pusswald, N. Steinhoff, Ch. Müller, E. Auff (Wien):
Pilotstudie: Einsatz des akustischen Feedbackverfahrens der Augenbewegungen in der Neglecttherapie 

(P12)     G. Pusswald, F. Uhl, T. Sycha, K. Vass (Wien):
Aphasie versus Agnosie - Diskussion neuropsychologischer Konzepte an Hand eines Fallberichts

(P13)     F. Schmidl, W. Sattler (Wien):
Neuropsychologische Frührehabilitation nach Schlaganfall

(P14)     U. Schulz, B. Springer, C. Focken, E. Kahrimanovic, K. Schrank, W. Strobl, R. Cumlivski, P. Adler, E. Berger (Wien):
Evaluation der Wirksamkeit von intrathekalem Baclofen in der Neurorehabilitation von Kindern und Jugendlichen

(P15)     S. Schwarz, M. Maasz, U. Zifko (Bad Pirawarth):
Die Sequentielle Videoendoskopische Untersuchung des Schluckaktes als Feedback-Therapie in der Dysphagiebehandlung: Fallbeispiele

(P16)     R. Spiesberger, M. Aimet, G. Mucha, S. Kotzian, S. Auinger, M. Rupp, U. Zifko (Bad Pirawarth):
Auswirkungen eines isometrischen Krafttrainings mit EMG – Biofeedback auf den  M. peronaeus longus bei neurologischen Patienten

(P17)     A. Steinbach, J. Donis, G. Rasch, G. Frischenschlager, E. Weiss, H. Resch, M. Sonnleitner, J. Schneider, S. Brandstätter, G. Vavrovsky, E. Kornfeld (Wien): 
Apalliker Care Unit – Medizinisch aktivierende Behandlungspflege von Patienten mit apallischem Syndrom an der Neurologischen Abteilung im Geriatriezentrum am Wienerwald

(P18)     N. Steinhoff, C. Müller, C. Mildner, P. Schnider, E. Auff (Wien):
Teleneurorehabilitation:  Neue Wege in der  Langzeitrehabilitation zur Verbesserung der medizinischen, therapeutischen und sozialen Betreuung von Patienten mit schwerem neurologischen Defizit

(P19)     B. Stocker, A. Gassner (Großgmain):
Out of the depths – Soundpainting. Nonverbale Krankheitsverarbeitung für Schlaganfallpatienten

(P20)     K. Summersberger, H. Zauner, J. Rambauske, T. Beclin, A. Gaßner (Großgmain):
Die Entwicklung kognitiver Leistungslevels nach kardiochirurgischem Eingriff

(P21)     F. Uhl, G. Pusswald, B. Voller, P. Schnider (Wien):
Fallbericht: Balintsyndrom-„Seelenlähmung des Schauens“ 


Organisatorisches

Eine  Anmeldung ist erforderlich. Weitere Informationen erhalten Sie:
Univ. Klinik für Neurologie
Tel:+43 1 40-400-3120
EMail: eduard.auff@univie.ac.at

Für die Teilnahme an der Tagung selbst (wissenschaftliches Programm am 16. und 17.11.) ist kein Beitrag zu bezahlen.
Die Praxis-Seminare am Donnerstag, 15.11., 17.00-21.00 Uhr, haben eine beschränkte Teilnehmerzahl
und es ist ein Seminarbeitrag von 300,-- ÖS zu entrichten. 
Wir ersuchen um Einzahlung auf das Konto bei der Bank Austria lautend auf:
Universitätsklinik für Neurologie/Neurorehab, BLZ 20.151, Kto. Nr. 656 293 800 bis spätestens 8.11.2001. 
Erst dadurch ist Ihre Anmeldung gültig.
Gesellschaftliches Programm

Am Freitag 16.11.2001 erlauben wir uns, Sie im Anschluß an das wissenschaftliche Programm sehr herzlich 
zu einem geselligen Heurigenabend einzuladen. 
Aus organisatorischen Gründen bitten wir jedoch um Anmeldung, Sie bekommen dann eine Einladungskarte. 

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