Wien, 12.12.01 - Dialog und Kommunikation mit Komapatienten

 

Nicht aufgeben, sondern den Dialog und die Kommunikation suchen und erhalten! Auch nach Jahren wachen Patienten aus dem Koma auf; so jüngst geschehen im Fall eines jungen Südtirolers, der nach fast 4 Jahren wieder „aufwachte“.

 

Patienten im Wachkoma sind Menschen mit einem Recht auf Leben, einem Recht auf ausgezeichnete Pflege und Rehabilitation. Diese Menschen brauchen intensive Betreuung rund um die Uhr und geduldsame Zuwendung von ihrer Familie und ihren Freunden. Dann bestehen für Patienten im Wachkoma Chancen, wieder aufzuwachen - auch nach einem langen Zeitraum.

 

Aber wie geht man mit einem Wachkoma-Patienten um? Wie kann man Dialog und Kommunikation aufbauen und erhalten? Diese Frage griff die „Österreichische Wachkoma Gesellschaft“ auf und veranstaltete am 12. Dezember 2001 ein Seminar zum Thema „Frührehabilitiation von Patienten im Wachkoma“.

 

Der Vortragende, Priv.-Doz. Dr. med. Andreas Zieger (Evangelisches Krankenhaus Oldenburg - Abteilung für Schwerst-Schädel-Hirngeschädigte, Lehrbeauftragter für Klinische Neuropsychologie und Rehabilitation, Universität Oldenburg), ein Experte im Umgang mit Wachkoma-Patienten, führte durch das eintägige Seminar, das sich schwerpunktmäßig mit folgenden Bereichen auseinandersetzte:                  

-          Bewusstwerden und Umgang mit eigenen Ängsten

-          Menschenmögliche Umgangsformen

-          Der Mensch im Wachkoma als Mitmensch

-          Wahrnehmen und Erleben von Menschen im Koma und Wachkoma

-          Körpernaher Dialogaufbau - Aufbau & Training von Ja/Nein-Verständigungscodes

-          Körpertastarbeit (gemeinsam Geführtes und Mit-Bewegen und Betasten)

-          Übungen zum Umgang mit spastischer Haltung

 

Praktische Beispiele und Übungen rundeten das Programm ab.

 

Mit über 70 Seminarteilnehmern aus ganz Österreich wurden alle Erwartungen der Österreichischen Wachkoma Gesellschaft bei weitem übertroffen und bestätigen hier erneut das große Interesse an diesem Thema, aus dem sich zweifelsohne Handlungsbedarf im Gesundheitswesen ergibt.

 

 

Rückfragehinweis:

Primarius Dr. Johann Donis

Vorstand der Neurologischen Abteilung im Geriatriezentrum am Wienerwald

Pavillon XI

Jagdschlossgasse 59

1130 Wien

Tel. 80110/3421

Fax. 80110/3711

mailto:johann.donis@gzw.magwien.gv.at

 

Ing. Herbert Trojer

Tel. 01/804 83 84 oder 01/802 61 04

mailto:info@wachkoma.at

www.wachkoma.at

 

Mit freundlicher Unterstützung des Förderkreises der Österreichischen Wachkoma Gesellschaft:

Janssen-Cilag

GEROT Pharmazeutika Ges.m.b.H.

KCI Mediscus Ges.m.b.H.

Lundbeck Arzneimittel Ges.m.b.H.

Pharm-Allergan Ges.m.b.H.