Craniosacrale Integration

Therapie und Rehabilitation von Schädel-Hirnverletzungen 
mit Craniosacral Integration®

von Punito M. Aisenpreis

Jeder Mensch kann durch einen Unfall mit Gewalteinwirkung am Gehirn, Sauerstoffmangel bei Ertrinkungsunfällen, eine Schädigung des zentralen Nervensystems, durch Narkoseprobleme, Suizidversuch, Vergiftung, durch einen Tumor, durch eine Blutung oder eine Entzündung des Gehirns samt der umgebenden Hirnhäute ein "Apallisches Syndrom" erleiden. Auch Durchblutungsstörungen des Gehirns, z. B. beim Schlaganfall oder nach Wiederbelebung können dieses schwere Krankheitsbild auslösen.

Aber auch weniger starke Ausprägungen oben genannter Ursachen haben lebensverändernde Einschränkungen im Erleben, Verhalten, Bewusstsein und in der Persönlichkeit. Einen Teil der Funktionen seines Gehirns zu verlieren stellt wohl das stärkste aller möglichen menschlichen Leiden dar.

 

Dieser Artikel soll einen neuen Behandlungsansatz bei der Therapie und vor allem der Rehabilitation von Hirnverletzungen grob umrissen vorstellen, der sich mit bereits erfolgreichen schulmedizinischen und physiotherapeutischen Massnahmen wie Bobath, Vojta, Affolter u. a. gut kombinieren lässt. 

 

 

  

Craniosacrales System: Das Arbeitsgebiet der Craniosacral Integration

 

 

Es geht uns alle an:
In den USA erleiden etwa 500.000 Menschen pro Jahr ein Schädel-Hirn-Trauma (SHT). 150.000 dieser Patienten haben ein schweres SHT, an dem 50 - 60.000 versterben. Das Durchschnittsalter liegt bei 15-24 Jahren. Es ist die häufigste Todesursache eines Mannes unter 35 Jahren. Bei den Verletzten mit Polytrauma liegt in etwa 50 % der Fälle ein SHT vor. (K. Franz, 1998)

Einen Schlaganfall erleiden z. B. in Deutschland etwa 500.000 Menschen pro Jahr. 100.000 Menschen sterben daran jedes Jahr. (1995) So ist der Schlaganfall nach Krebs und Herzinfarkt die dritthäufigste Todesursache. (MedizInfo)

Beide oben genannten Krankheitsbilder können leichte neurologische Ausfälle bei Patienten auslösen, die bei Bewusstsein sind, bis hin zu schwersten komatösen Zuständen, aus denen Patienten Wochen, Monate oder Jahre lang nicht mehr erwachen, oder in diesem Zustand sogar ihr Leben beenden.


Apalliker: Symptom der Endstation?

Zunächst spricht man dabei vom "Apallischen Durchgangssyndrom". Man weiss bis heute nicht zuverlässig, wie lange dieser "Durchgang" anhält und ob sich das Mittelhirn wieder in die geordnete Verbindung vom Großhirn zum Hirnstamm einkoppelt. Diese Erholungszeit kann viele Wochen, Monate oder auch Jahre dauern. Deshalb muss Rehabilitation mit verschiedenen Therapien unmittelbar nach oder schon in der Intensivstation einsetzen.

Bei vorerst nicht so positivem Verlauf benötigt der Patient im Wachkoma "aktivierende Behandlungspflege", um ihn wieder jederzeit zur Weiterführung der Rehabilitation zurückverlegen zu können.

Im Apallischen Stadium können Störungen an Stoffwechsel, Muskeln und Gelenken auftreten, welche intensive Behandlung erfordern. So sind Lagerung, Ernährung und Atemtherapie enorm wichtig. Ohne tägliche Krankengymnastik, physikalische Therapie und individuelle Medikamentengabe können Schäden entstehen, wie zum Beispiel Kontrakturen an den Extremitäten oder Dekubitus, die später lange zum Heilen brauchen.

 


Stimulation der Neuronalen Strukturen:

Aktivierende Pflege und alle Formen von Therapie, der Stimulation des Nervensystems und des sprachlichen und taktilen Dialoges sind frühestmöglich anzuwenden. Wichtig ist auch die Zusammenarbeit mit den Angehörigen der Betroffenen. Alle Förderung von außen soll die innerliche Erholung der Gehirnzellen und das „Wieder Ganz Werden“ des Gehirns unterstützen.

 

Ein Team aus Ärzten, Pflegekräften, Therapeuten unter Mitwirkung der Angehörigen kümmert sich bereits in der Akutklinik um den Patienten. Je früher Rehabilitation beginnt, desto erfolgreicher kann sie sein. Menschen im Apallischen Durchgangssyndrom brauchen volle Hilfe und Unterstützung. Sie sind zwar im Koma, gleichzeitig haben sie aber wache, offene Augen, menschliche Empfindungen, Gefühle und Regungen sowie Wach- und Schlafzeiten.

 

Bei guter Rehabilitation in den einzelnen Durchgangsstufen haben Menschen im Wachkoma gute Chancen der Rehabilitation. Die äußerst negative Bezeichnung "Apalliker" stammt aus einer Zeit, als Patienten im Wachkoma" noch wenig Chancen zur Rehabilitation hatten. Die betroffenen Menschen und Patienten dürfen nicht durch eine Negativkennzeichnung abqualifiziert werden. Daher ist die Bezeichnung "Patienten im Wachkoma", "Patienten im Apallischen Syndrom" Komapatienten" "Wachkomapatienten vorzuziehen.

 

Offene Schädelnähte, welche auch im Alter die freie Pulsation des Craniosacralen Rhythmus ermöglichen

Behandlung der Schädelbasis mit Craniosacral Integration

Pulsierende Schwingung im Körper – der Craniosacrale Rhythmus
Ein wichtiger Anstoß zur Entwicklung dieser Behandlungsmethode war die Entdeckung des Craniosacralen Rhythmus durch den amerikanischen Osteopathen W.G. Sutherland. Mit 6-12 Zyklen pro Minute, spürbar wie Herzschlag oder Atemrhythmus, zieht sich das Craniosacrale System zusammen – und dehnt sich aus. Ein Praktizierender dieser Methode lernt, den individuellen Craniosacralen Rhythmus eines Patienten zu spüren, dessen Blockierungen zu erkennen und zu lösen und ihn so zum Normalbereich hin zu modifizieren.

Craniosacral Integration (2) ist eine körperzentrierte somatische Behandlungsmethode, die sich durch einen ganzheitlichen Ansatz auszeichnet und verschiedene Therapieansätze auf besondere Weise miteinander verbindet. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Behandlung des Craniosacralen Systems.


Die Arbeit mit dem Craniosacralen System:
Dieses physiologische System der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit nährt und schützt das Zentralnervensystem. Es umfasst die Strukturen des Cranium (Schädel), der Wirbelsäule und des Sacrum (Kreuzbein), die Gehirn- und Rückenmarkshäute sowie die Cerebrospinalflüssigkeit (Liquor) und die liquorbildenden Strukturen. Dieses System befindet sich im Zentrum des Körpers und seine Funktion hat weitreichende Auswirkungen auf das Vegetativum, das Endokrinium und das Muskelskelettsystem. Es beeinflusst und steuert die grundlegenden psycho-physiologischen Abläufe des Körpers. Ein Ziel von Craniosacral Integration ist es, diese pulsierenden Bewegungen mit Hilfe differenzierter Behandlungstechniken zu harmonisieren und zu stärken.

Allgemeine Ziele der Craniosacral Integration:
Das Ziel unserer Arbeit ist es, durch gezielte Berührung über Faszien, Schädelknochen und Hirnhäute Zugang zu den verschiedenen Schichten des Gehirns der Patienten zu finden und Hirnstamm, Zwischenhirn und Cortex wieder neu zu stimulieren. Weiterhin sollen tiefe, von Innen kommende Bewegungen aufgenommen und unterstützt werden, um so den Körper zu entspannen und von Außen nach Innen zu verbinden. Dies muss bei jedem Patienten ein vorsichtiger, langsamer und vor allem individuell gestalteter Behandlungsweg sein.

Arbeitsweise und besondere Strategien:
Charakteristisch für Craniosacral Integration ist der Einsatz feiner manueller Techniken, bei denen mit geringstem mechanischen Krafteinsatz gearbeitet wird, deren Anwendung aber differenzierte medizinische Kenntnisse voraussetzt. Obwohl der Klient (Patient) nur sehr leicht berührt wird, geht diese Arbeit sehr tief: Blockaden des Craniosacralen Systems können erfühlt und über die Behandlung an Schädelknochen, Hirn- und Rückenmarkshäuten sowie am Bindegewebe gelöst werden.

Zu einer Behandlung mit manuellen Craniosacralen Techniken im engeren Sinne treten Verfahren hinzu wie Somato-Emotionale Prozessarbeit und der Therapeutische Dialog, die ebenfalls Bestandteil der Craniosacralen Behandlung sind. Damit können im Körpergewebe „gespeicherte“ Verletzungen und Traumata und die damit in Verbindung stehenden Gefühle und Empfindungen thematisiert und verarbeitet werden. Aufgrund ihrer behutsamen Arbeitsweise und dank differenzierter Behandlungstechniken können mit Craniosacral Integration eine Vielzahl unterschiedlicher Krankheitsbilder ganzheitlich behandelt werden. Gut dokumentierte Ergebnisse belegen z.B. bei Kopf-, Nacken- und Rückenbeschwerden, emotionalem Stress und dessen Folgeerscheinungen, bei psychosomatischen Krankheitsbildern, posttraumatischen und postoperativen Zuständen sowie Störungen des zentralen Nervensystems gute Erfolge in der Behandlung (1). 

Die Behandlung: entspannend und wohltuend
Die Behandlung Craniosacral Integration bewirkt eine verbesserte Durchblutung und Ernährung aller Körpergewebe sowie eine größere Beweglichkeit der Muskelfaszien, der knöchernen Strukturen und der Gelenke. Die Folge: Die Klienten fühlen sich leichter, freier, beweglicher – im Fluss mit ihren Energien. In Verbindung dazu erleben die Klienten einen Selbsterfahrungsprozess, in dessen Verlauf sie eine erhöhte Selbstwahrnehmung und ein verbessertes Körperbewusstsein entwickeln. Sie lernen, ihre Bedürfnisse differenzierter wahrzunehmen und zu respektieren, was zu mehr Bewusstheit und Autonomie in vielen Lebensbereichen führen kann.

Stressbedingt oder psychosomatisch erkrankte Menschen erleben eine tiefe Entspannung und lernen, Zustände von Krankheit und Erschöpfung anzunehmen und Schritt für Schritt loszulassen. Traumatisierende Erfahrungen und krankmachende Einstellungen werden mit Hilfe Somato-Emotionaler Prozessarbeit bzw. therapeutischem Dialog dem bewussten Erleben zugänglich gemacht. Die geschärfte Selbstbeobachtung hilft den Klienten, eine aktive Verantwortung für ihren Heilungsprozess zu übernehmen. Die Lebensenergien und körpereigenen Rhythmen können harmonisiert und gestärkt werden. Die Regenerationsfähigkeit des Zentralen Nervensystems wird unterstützt, was zu einem vorbeugenden Krankheitsschutz und zur Stärkung der Gesundheit führt.

In Kombination von Craniosacral Integration mit Therapien nach Bobath, Vojta oder Affolter wurden in einzelnen Fällen erste vielversprechende Erfolge erzielt. 

Patient im „Wachkoma“ vor der Intensivphase

Ziele und besondere Wirkungsweise:
Craniosacral Integration beeinflusst über manuelle Techniken an den Schädelknochen, die Spannungsverhältnisse der Hirnhäute. Dadurch werden unter anderem das nozizeptive (schmerzempfindende) und propriozeptive (Raum-Lage-Wahrnehmung betreffende) System des Gehirns beeinflusst und ausgeglichen. Als Folge scheint der Stress Level des Autonomen Nervensystems herunterschraubt zu werden. Dies ist eine wichtige Vorraussetzung zur Regeneration und Heilung.

In der Akuttherapie des Schädelhirntraumas und des Schlaganfalls versuchen wir durch Dekomprimierung der Cranialen Suturen den intracraniellen Druck (ICP) zu senken. Weiterhin soll durch spezielle Techniken entlang den cranialen Blutleitern und den ableitenden Venen des Schädels die craniale Drainage verbessert werden. Durch gezielte Faszienmanipulation wird die craniale Durchblutung und somit die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff und Glucose erhöht.

In der Rehabilitation kann unter anderem mit dem Trauma Effekt gearbeitet werden, der Patienten in einer inneren Starre gefangen hält und so die Verbindung nach Aussen behindert. (z. B. beim Locked–In–Sydrome). Durch ein Trauma oder auch die Ahnung eines nahe bevorstehenden Todes kann der Körper in einen Schockzustand gehen, und der Geist dissoziiert sich davon. Ein Zustand entsteht, aus dem der Patient ohne fremde Hilfe nur schwer wieder herausfindet und den er unter Umständen mit Hilfe des Praktizierenden durch Stimulierung feiner Selbstregulationsmechanismen auflösen kann. (Dr. Peter Levine)

Patient im „Wachkoma“ am Ende der Intensivphase


Die Methode verfolgt in der Therapie und Rehabilitation der Schädel- Hirnverletzen und Schlaganfall Patienten folgende Ziele:

1.       Verminderung des intracraniellen Druckes durch spezielle Dekomprimierung in der Akutphase

2.       Verbesserung von Drainage und Versorgung des Schädels

3.       Stimulation der Regeneration der gelähmten Areale durch spezifische Berührung

4.       Entkrampfung von spastischen Gliedmassen und Wiedererlernen verlorengegangener Bewegungsfähigkeit

5.       Verbessern der hemiplegischen in Koordination mit der gesunden Seite durch gleichzeitige Behandlung mehrerer 
    Therapeuten an einer Person

6.       Entwicklung der Körpersymmetrie und der Wahrnehmung der Körpermitte

7.       Die Lernfähigkeit auf allen Ebenen wieder herstellen

 

EEG Studien während Intensivbehandlungen:
Eine besondere Behandlungsform in der Craniosacral Integration ist die Durchführung einer Intensivphase, bei der bis zu vier Therapeuten eine vielhändige Sitzung pro Tag in einem stationären Setting eine Woche lang durchführen. Weiterhin kommen Einzelsitzungen, Meditations- Entspannungs- und Körperübungen sowie tägliche Gruppengespräche mit Betreuern und Patienten hinzu.

Dieser intensive und sehr effektive Prozess ist speziell angezeigt für Menschen, welche sich intensiver mit ihrem Leiden und seiner Heilung auseinandersetzen wollen. So ist diese Form der Behandlung bereits bei Patienten mit Hirnverletzungen durchgeführt worden. Im Jahr 1999 konnten der Autor und sein Behandlungsteam mit EEG Messungen belegen, dass bei einem Patienten mit bereits seit mehreren Jahren bestehenden apallischen Syndrom sich die bei Koma charakteristischen Theta-Wellen verringert sowie die einen Wachzustand bezeichnenden Beta-Wellen verstärkt haben. Der behandelnde Neurologe konnte diese Messungen noch Monate nach der Behandlung bestätigen.

 

Behandlung im Multiple-Hands-On Konzept


Die besondere Situation der Angehörigen und BetreuerInnen:

Lösen von Nacken - Verspannungen in einer Behandlung

An dieser Stelle soll auf die besondere Situation der Angehörigen bzw. BetreuerInnen eingegangen werden: Eine akute gesundheitliche Krise bzw. eine lebensbedrohliche Situation eines nahen Angehörigen stellt für eine betreuende Person eine starke Belastung dar. Zu Beginn wird vom sozialen Umfeld noch Mitgefühl und Unterstützung gezeigt. Oft sind die Betreuer jedoch nach einigen Wochen oder Monaten ganz auf sich alleine gestellt. Bei einer schweren Behinderung müssen die Betreuer oft ihr gesamtes Leben umstellen, Hab und Gut veräussern, um der neuen Situation standhalten zu können. Oft wachsen sie mit der neuen Aufgabe über sich hinaus und entdecken neue ungeahnte Kraftquellen. In vielen Fällen aber sind sie mit der Situation überfordert, werden ungenügend oder gar nicht darauf vorbereitet. Viele klammern sich gerade bei jahrelang anhaltender Krankheit ihres Angehörigen an jeden Strohhalm und sind manchmal von den kleinen Fortschritten ihres Pfleglings enttäuscht. Nicht nur der Patient ist aus seiner Mitte, sondern das gesamte Patient-Betreuer-System. Daher muss eine ganzheitliche Therapie auch das Gesamtsystem einbeziehen und die Angehörigen bzw. BetreuerInnen in gewissen Umfang mitbehandeln.


Informationen zur Behandlung:
Eine Behandlung in dieser Methode dauert gewöhnlich zwischen 50 und 70 Minuten, welche im Abstand von einer oder zwei Wochen durchgeführt werden. Als Behandlungsdauer haben sich für eine begleitende Therapie zur Behandlung leichterer neurologischer Symptome ca. 8 bis 20 Einzelbehandlungen bewährt. Bei schweren Ausprägungen von neurologischen Störungen sowie bei Koma-Patienten sind oft regelmässige begleitende Behandlungen über längere Zeit nötig. Privatkassen übernehmen oft die Elemente der Osteopathie, Bindegewebsbehandlung oder Manualtherapie in der Behandlung.

Eine weitere Behandlungsform in der Craniosacral Integration ist die Durchführung der oben bereits erwähnten Intensivphasen, bei der bis zu vier Therapeuten eine vielhändige Sitzung pro Tag in einem stationären Setting eine Woche lang durchführen. 

Einige wichtige Besonderheiten dieser Arbeit seien an dieser Stelle noch erwähnt: Die Methode erfordert feinstes Gespür für die Palpation der Craniosacralen Rhythmen und das Aufspüren und Behandeln von Blockierungen in einer mikromechanischen Arbeitsweise. Sie setzt voraus, dass Praktizierende sich selbst und die Patienten entspannt und präzise wahrnehmen. Das wiederum setzt Praktizierende voraus, die ihre eigene Ganzheit und Entspannung genau so sehr wert schätzen wie die ihrer Patienten - ein Umstand, dem man in den Heil- und Pflegeberufen bisher leider selten vorfindet. (Burn-Out)

Weiterhin ist neben der fundierten Ausbildung in der Methode das einfühlsame Miteinander zwischen Patient und Therapeut essentiell. Patienten und Praktizierende arbeiten wann immer möglich partnerschaftlich an der Entfaltung des persönlichen Heilungsprozesses des Patienten. Die Genesung eines kranken oder sogar im Koma liegenden Partners zu unterstützen setzt voraus, dass er/sie in seiner Ganzheit und in seinem Wesen angenommen, verstanden und berührt wird. Erst dann ist Heilung möglich.

 

Ausblick:
Es wäre zu hoffen, dass sich diese Methode mehr in den Kreisen von Neurologen, Neurochirurgen und Orthopäden verbreitet und von therapeutischem Personal der Stroke Units, Intensivstationen sowie Früh-Rehabilitationseinrichtungen angewandt wird. Kontrollierte Studien und Grundlagenforschung sind in dieser Methode erst ganz am Anfang. Gerade aber die oft kleinen Erfolge in den Praxen auch bei schwierigen Patienten, oft auch bei Kindern und das zunehmende Interesse von Wissenschaftlern lassen uns Hoffnung schöpfen, dass sich die Methode in nächster Zeit weiter verbreiten wird.


Das Institut für Craniosacral Integration:
Das Institut für Craniosacral Integration bietet eine umfassende und qualifizierte Ausbildung in der Methode der Craniosacral Integration an, betreut die Praktizierenden der Methode und bildet sie weiter. Die Ausbildung und die Weiterbildung der Praktizierenden des Instituts für CSI e.V. ist vom Deutschen Verband der Craniosacral Therapeuten anerkannt und verläuft nach dessen Richtlinien. Da in Deutschland viele Craniosacral Ausbildungen mit verschieden hohen Standards angeboten werden unterstützt das Institut für CSI e.V. den Craniosacralen Berufsverband DVCST e.V., der einen hohen Ausbildungsstand gewährleistet.

Weitere Informationen und eine Liste aller Praktizierenden erhalten Sie auf Wunsch von der Deutschen Geschäftsstelle des Instituts.

Institut für Craniosacral Integration®
Akademie für Somatische Integration
Erlenstr. 6, D-85309 Poernbach

Tel. 08446-911 814, Fax: 08446-911 812
e-mail: seminar@somatic-integration.de
Web: http://www.cranio.org

Informationen zum Autor:
Punito M. Aisenpreis ist Heilpraktiker, Certified Rolfer® und professioneller Körpertherapeut seit 1981. Er ist Deutscher Direktor des Instituts für CSI® e. V., im Vorstand des Deutschen Verbandes der Craniosacral Therapeuten und Initiator des Europäischen Craniosacralen Berufsverbandes. Er ist tätig in der Ausbildung von Craniosacral Praktizierenden und in der Erforschung der Methode und praktiziert in München. 

 (1) Literatur zum Behandlungsansatz:

·          Liem: Kraniosakral Osteopathie, Hippokrates Verlag Stuttgart 1998

·          Liem: Praxis der Kraniosakral Osteopathie, Hippokrates Verlag Stuttgart 2000

·          Magoun, Osteopathy in the Cranial field, Sutherland Cranial Teaching Foundation, Northwest Printing, Boise, Id, 1976

·          McCAtty, R.R.: Essentials of Craniosacral Osteopathy, Ashgrove Press LTD, UK

·          Frymann, V.: A study of the Rhythmic Motions of the living Cranium, JAOA, vol. 70. May 1971 pp. 928-945

·          Mitchell, D. K, Retzlaff, E.W.: A preliminary study of cranial bone movement in the Sqirrel monkey, JAOA, vol. 74, 
         May 1975, pp. 866-869

·          Retzlaff, E.W., Michael, D., Roppel, R.M., Mitchell, F.: The structure of Cranial bone sutures, JAOA, vol. 75, Feb 1976, 
         pp. 607-608

·          Upledger: Lehrbuch der Kraniosakral Therapie, Haug Verlag, Heidelberg 1991

·          Arbuckle B. E. Subclinical signs of Trauma, JAOA, u 58, Nu, 1958, pp 160‑166.

·          Trauma Heilung: Dr. Peter Levine, Sythesis Verlag, Essen 1998

·          Monitoring in der neurochirurgischen Intensivmedizin, K. Franz, R. Lorenz, Frankfurt am Main 1998

(2) Anmerkung

            Craniosacral Integration® und Somato-Emotionale Prozeßarbeit® sind geschützte Begriffe und werden im Text 
            ohne
Schutzzeichen verwendet. 

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